Rückkehr nach Berlin
Berlin
Standort
140
Mitarbeitende
2024 – heute
Projektzeitraum
ca. 3.000 m²
Fläche
Fast drei Jahrzehnte lang war Babelsberg die Heimat der UFA. Nun kehrt das Medienunternehmen in die Hauptstadt zurück – nicht nur geografisch, sondern als Unternehmen, das sich neu erfindet.
Seit dem 1. April arbeiten rund 140 Mitarbeitende am Schöneberger Ufer in einem Headquarter, das den Anspruch hat, mehr zu sein als ein neues Büro.
Kein gewöhnlicher Umzug
Für die UFA ist der Schritt nach Berlin ein strategischer Entschluss. Das Unternehmen will agiler werden, moderner führen und enger vernetzt arbeiten – sowohl intern als auch mit der Berliner Kreativszene. Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen der Mitarbeitenden: Mobile Arbeit, hybride Teams und neue Anforderungen an Arbeitgeberattraktivität verlangen Räume, die diese Realität nicht nur tolerieren, sondern aktiv unterstützen. Der Umzug von Potsdam nach Berlin-Schöneberg bot die Chance, beides in einem Zug anzugehen.
Ein gemeinsames Zielbild – bevor der erste Grundriss gezeichnet wurde
Am Anfang standen keine Quadratmeterpläne, sondern Fragen: Wie wollen wir zusammenarbeiten? Was soll dieser neue Ort über die UFA aussagen? In strategischen Workshops mit Geschäftsführung und Führungskräften entwickelte combine gemeinsam mit dem Unternehmen ein klares Bild der zukünftigen Arbeitswelt. Dieses Zielbild wurde zur gemeinsamen Sprache – und zur Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.
Die eigentliche Aufgabe: den Wandel begleiten, nicht nur den Raum gestalten
Früh wurde klar, wo der entscheidende Hebel liegt. Desk Sharing, nicht persönlich zugewiesene Einzelbüros und allgemein offenere Flächen, um vernetzter arbeiten zu können. Als gemeinsamer Nenner tätigkeitsbasiertes Arbeiten – das klingt nach moderner Arbeitswelt. Für viele Mitarbeitende bedeutete es aber zunächst: Verlust des festen Platzes, neue Anforderungen an Selbstorganisation, Unsicherheit darüber, wie die tägliche Zusammenarbeit künftig aussieht. combine hat diese Reaktion nicht als Widerstand behandelt, sondern als berechtigte Frage, auf die es echte Antworten brauchte. Das Ergebnis war ein umfassendes Change- und Kommunikationskonzept, das Orientierung geben und Vertrauen schaffen sollte – lange bevor die erste Kiste gepackt wurde.
Partizipation, die es ernst meint
Mitarbeitende und Führungskräfte wurden systematisch in den Entstehungsprozess eingebunden – über Formate, die vom Informieren bis zum Mitgestalten reichten:
- Learning Journeys führten Teams in fertige neue Arbeitswelten vergleichbarer Unternehmen, um abstrakte Konzepte greifbar zu machen.
- Workshops und Beteiligungsformate gaben Raum, sich auszutauschen, Anforderungen und Ideen einzubringen, Bedürfnisse zu äußern und direkt an Lösungen mitzuwirken.
- Multiplikator:innen übernahmen die Brückenrolle zwischen Projektteam und Belegschaft – sie trugen Bedenken nach oben und Orientierung nach unten.
- Townhalls in regelmäßig stattfindenden Terminen (inkl. Betriebsrat) sorgten dafür, dass niemand den Anschluss verlor.
Die neue Arbeitswelt erlebbar machen – bevor sie fertig ist
Ein entscheidender Moment im Projektverlauf: Mitarbeitende besuchten die Baustelle, sahen die entstehenden Flächen mit eigenen Augen, konnten Fragen stellen. Die Entwicklung der Baustelle wurde auch immer wieder im Intranet geteilt, so dass die Mitarbeitenden daran teilhaben konnten.
Vom Bedarf zur Fläche: Parallel entwickelte combine auf Basis der erhobenen Anforderungen ein differenziertes Flächenkonzept: klassische Arbeitsplätze neben vielfältigen Kommunikations- und Kollaborationszonen – gestaltet für konzentrierte Einzelarbeit ebenso wie für spontane Teamarbeit. Ergänzt wurde das Funktionale durch ein individuelles „Look & Feel“, das die Marke UFA räumlich spürbar macht.
Das Ergebnis: 3.000 m², die eine Haltung zeigen
Heute arbeiten 140 Menschen auf 3.000 m² in einem Umfeld, das Austausch fördert, Kreativität ermöglicht und gleichzeitig Raum für konzentriertes Arbeiten zulässt.
Die UFA wieder in Berlin – das ist für uns ein kraftvoller Schritt, der kulturell wie wirtschaftlich sinnvoll ist. Wir müssen dort sein, wo viel passiert: mitten im kreativen Puls der Gesellschaft, nah am Zeitgeist, an den Talenten und Partner:innen. combine hat diesen Aufbruch von Anfang an mitgestaltet – und dafür gesorgt, dass unsere Mitarbeitenden nicht nur einen neuen Arbeitsort, sondern eine neue Arbeitskultur vorgefunden haben.
Sascha Schwingel, CEO, UFA
Das Beratungsangebot von combine im Projekt
combine begleitete das Projekt von der strategischen Zieldefinition über die partizipative Konzeptentwicklung und Flächenplanung bis hin zur Vorbereitung des Ausschreibungsprozesses. Dazu gehörte die Erarbeitung des Möbelkonzepts, die Entwurfsplanung der Schreinermodule sowie die Angebotsabfrage und Begleitung des Vergabeprozesses. Die Auswahl der Anbieter, die Verhandlungen und die Umsetzung des Gestaltungskonzepts lagen anschließend in den Händen des UFA-Projektteams.
Der besondere Mehrwert unserer Begleitung: Raum, Kultur und Organisation wurden nicht getrennt bearbeitet, sondern von Anfang an als zusammenhängendes System gedacht.
Die UFA wollte keinen neuen Bürostandort – sie wollte einen Neustart. Das ist ein grundlegend anderer Ausgangspunkt für unsere Arbeit: nicht Flächen optimieren, sondern eine Aufbruchsstimmung in Räume und Kultur übersetzen, die wirklich trägt. Das gelingt nur, wenn die Menschen, die täglich darin arbeiten, diesen Wandel als ihren eigenen begreifen – nicht als etwas, das mit ihnen passiert.
Christine Gess, Projektleitung bei combine
Leistungsbild
- Management-Interviews und Strategie-Workshops
- Change Management- & Kommunikationskonzept
- Entwicklung neues Bürokonzept
- Unterstützung Formulierung Mieterbaubeschreibung
- Flächen- und Belegungsplanung
- Erarbeitung Design-DNA & Entwicklung Look & Feel
- Change Management inkl. Nutzer:innenkoordination
- Modulkatalog als Grundlage für Ausschreibungsprozess
- Entwurfskonzept und -planung
- Projektkoordination & Stakeholdermanagement
- Begleitende Kommunikation über alle Projektphasen


