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Vom Kleinen ins Große: Das Workplace-Konzept der Haspa

Die Stadt und Ihre Kieze als sich ergänzende Gegenpole

 

Das Workplace-Konzept der Hamburger Sparkasse (Haspa) beruht auf den vielfältigen Dimensionen von Nachbarschaften, die sich in einer Stadt wiederfinden: Innerhalb der städtischen Kieze und Häuser feiern wir Rituale, pflegen Kontakte und finden private Rückzugsorte. Sie sind das sozial-urbane Gerüst, das Zentrum des kulturellen Lebens.

Unser für das Deutschlandhaus, dem neuen Unternehmenssitz der Haspa, entwickelte Workplace-Konzept wird vom Prinzip der Nachbarschaft und dem Aufbau der Hansestadt getragen. Am Gänsemarkt ist in Alsternähe ein Ort entstanden, an dem die Grenzen zwischen Arbeit und Gemeinschaft verschwimmen, wo das Büro nicht nur ein Ort des Wirkens, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt ist – eine Nachbarschaft, in der jeder willkommen ist und zum gemeinsamen Gedeihen beiträgt.

 

Jedes Geschoss verdeutlicht die Sinnhaftigkeit der sich ergänzenden Gegenpole

Entsprechend dem Nachbarschafts-Narrativ haben wir die neun Geschosse des Deutschlandhauses in die Kieze der „Stadt“ unterteilt. Wie in einem urbanen Geflecht setzen sich darin die „Häuser“ der Haspa, die die verschiedenen Bereiche des Unternehmens darstellen, zu einem Mosaik zusammen.

Grafische Darstellung des Workplace-Konzeptes: Kiez und Stadt: Das Nachbarschafts-Narrativ der Haspa
Grundriss eines Stockwerks der Haspa im Deutschlandhaus

Der Kiez (2. – 8. OG) bietet mit seinen „Häusern bzw. Heimathäfen“ den einzelnen Organisationseinheiten vertrauliche Flächen für Rückzug und Intimität: Orte sind Arbeitsplätze, Lounges, Think Rooms und Talk Boxes. Die „Straßen“ des Kiezes verfügen über Locker und Garderobe, Supportflächen und Projekträume. Die identitätsstiftenden „Märkte“ werden zu Flächen der Kommunikation und bilden als kulturelles Rückgrat innerhalb des Kiezes große Teeküchen, informelle Lounges und Begegnungsflächen.

Die Stadt (1. und 9. OG) schafft eine Brücke zu Besuchern und Gästen, er trägt das Konzept der Nachbarschaft auf den kuratierten und öffentlichen Flächen nach außen. Es ist der öffentliche und halb-öffentliche Bereich im Gebäude; der Ort der Vernetzung von Gästen, Kund:innen, von Nachbarschaften mit Raum für zufällige und informelle Begegnung.  

Das erste OG als Hauptverteiler ist der Ort, welchen Besucher:innen, Gäste und Kund:innen primär erleben. Über das Atrium, den Hauptempfang mit der repräsentativen Palmenhalle erfolgt die Verteilung über vier Zutrittskerne. Hier stehen die Betriebsgastronomie sowie die Konferenzzone, unterteilt in Kunden- und interne Besprechungen im Fokus. 

Ergänzend ist das 9. OG auf vielfältige Nutzungszenarien wie große und kleine Events ausgelegt.

Das „Look & Feel“ -Designkonzept

Um das neue Activity Based Working-Konzept und die Zusammenarbeitskultur zu fördern, wurde das neue „Look & Feel“ im Rahmen des Markenprofils der Haspa durch eine kreative und inspirierende Atmosphäre sichtbar gemacht.  

Digitale Materialkollage mit Farben, Formen, Mustern und Materialien wie helles Holz in warmen Farbtönen wie Senfgelb, Beige, Rot und Grün.

Durch die konsequente Umsetzung des Nachbarschafts-Narrativs wurde von der Haspa ein Arbeitsumfeld geschaffen, das nicht nur die Effizienz und Produktivität steigert, sondern auch den sozialen Austausch und die Gemeinschaftsbildung fördert und zum Leben erweckt. Es ist ein Ort entstanden, an dem spontane Begegnungen möglich sind, wo das Teilen von Geschichten, Wissen und Ideen zur Norm wird und jeder Mitarbeitende die Möglichkeit hat, persönlich und in Gemeinschaft zu wachsen.

Die Umsetzung des neuen Workplace-Konzeptes: die partizipative Stadtentwicklung zum Vorbild genommen

In der Welt der Stadtplanung gibt es einen wachsenden Konsens darüber, dass die Gestaltung von Städten nicht nur eine Frage der physischen Infrastruktur ist, sondern auch eine der sozialen Interaktion und Partizipation der Bewohner:innen. Städte, die sich wirklich weiterentwickeln wollen, müssen ihre Bewohner: innen in den Gestaltungsprozess einbeziehen und ihre Bedürfnisse und Ideen berücksichtigen. Diese Philosophie der partizipativen Stadtentwicklung war auch einer der Leitplanken für das Gestaltungskonzept des neuen Deutschlandhauses der Hamburger Sparkasse. Das Deutschlandhaus der Haspa ist aus diesem Grund nicht nur ein weiteres Bürogebäude, sondern ein Ort, an dem die Vision einer modernen Arbeitskultur mit den Werten und Bedürfnissen der Haspa und der Stadt Hamburg selbst harmoniert.

Frau mit Stuhl
Workshop

Vom Konzept zur Realität: Wie eine starke Geschichte Orientierung gibt und ein Gebäude zum Leben zu erweckt.

Das bewährte Nachbarschafts-Narrativ der Haspa diente im gesamten Planungsprozess als orientierungsstiftender Leitstern. Durch intensive Gespräche und Workshops mit den künftigen Nutzer:innen haben wir es weiterentwickelt, und auf die Struktur und die Funktionen des Deutschlandhauses übertragen. Während der Umsetzungsphase wurde deutlich, dass die starke Geschichte hinter dem Workplace-Konzept es erst ermöglichte, dem neuen Gebäude Charakterstärke zu verleihen. Die Geschichte der Nachbarschaft war für alle Beteiligten vertraut und greifbar und ermöglichte, dass sich Mitarbeiter: innen in ihr wiederfinden und mit dem neuen Gebäude verbinden. Ähnlich wie in urbanen Räumen zeichnet sich das Workplace-Konzept der Haspa durcheine gewisse Homogenität aus, die dennoch von Vielfalt geprägt ist.

Durch die homogene Gestaltung der Büroflächen entlang des Narrativs und der visuellen Identität der Haspa, ist ein rundes, flexibles Workplace-Konzept entstanden, das mit seinen Nutzer: innen wächst, von ihnen geprägt wird und sich stetig verändert. So wird die Geschichte der Stadt weitererzählt und durch alle Bewohner: innen und Besucher: innen bereichert.

 

Ein partizipativer Akt: So gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der Haspa

Der Projektalltag unserer vierjährigen Zusammenarbeit war und ist geprägt von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Eine entscheidende Rolle spielte die enge Kollaboration zwischen combine und den Nutzervertreter:innen der Haspa, sie fungierte als Bindeglied zwischen dem Projektteam und den Mitarbeiter: innen. Bei der Umsetzung des Workplace-Konzeptes spielte nicht nur die Gestaltung entlang der visuellen Identität der Haspa eine wichtige Rolle, sondern auch die Anpassung der Möbel an die Bedürfnisse der Nutzer: innen.

Dafür wurden in jeder Etage des Deutschlandhauses Workshops durchgeführt, die es ermöglichten, tiefe Einblicke in die Wünsche aller Beteiligten zu bekommen und herauszufiltern, worauf es den Mitarbeitenden in den einzelnen Arbeitsbereichen ankommt. Die auf den Etagenworkshops aufbauende „Möbelmesse“ nahm einen weiteren elementaren Teil des partizipativen Prozesses ein. Die Mitarbeitenden hatten dabei die Möglichkeit, gezielt jene Möbel auszuwählen, die sie für ihren Etagenzweck am geeignetsten finden. Durch diese engagierte Zusammenarbeit wurde nicht nur ein funktionales Arbeitsumfeld geschaffen, sondern auch eine Atmosphäre des Vertrauens und der Identifikation mit dem neuen Arbeitsplatzkonzept etabliert. Dies bildete einen weiteren Pfeiler für den Erfolg des Projekts.

Ein beispielhafter Arbeitsplatz im Bürogebäude der Haspa.
New Work: Mehrere Mitarbeiter sitzen gemeinsam an einem Tisch
Bilder: Laura Thiesbrummel | 2024 ABG

Nun ist es so weit: Das Projektende und der Einzug ins neue Deutschlandhaus

Das Projektende und der Einzug in das Deutschlandhaus im April 2024 markieren den Beginn einer neuen Ära für die Haspa. Die neuen Arbeitswelten spiegeln nicht nur die Vision der Haspa wider, sondern auch die Identität und Kultur der Mitarbeiter: innen sowie die der Stadt Hamburg selbst.

Wir sind stolz, Teil eines solch visionären Projekts gewesen zu sein und bedanken uns bei allen Beteiligten für die spannende Reise.

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